• djk zentrum

Geschichte

1922 Die Stadt Münster bietet dem DJK Kreis Rhein – Weser mit seinen fünf DJK Abteilungen für einen Sportplatz, den sie gerade in Eigenarbeit in der Nähe des Zentralfriedhofes errichtet hatten, ein 3 ½ Hektar großes Gelände an der Grevener Straße an. Die DJK nimmt das pachtfreie Sportgelände neben der Sommerwirtschaft Coburg gern an. Die Sportstätten sollen den münsterschen DJK-Vereinen auch weiterhin den Sportbetrieb ermöglichen. Darüber hinaus gibt es auch Planungen des damaligen Vorstandes, die Anlage auch als Schulungs- und Weiterbildungseinrichtung für die Bezirks-, Kreis- und sogar für die Reichsebene zur Verfügung stellen.

1924 Am 5. Oktober wird das DJK-Stadion mit seinen drei Sportplätzen - bereits damals in der münsterschen Bevölkerung unter dem Namen Koburg-Stadion besser bekannt, eingeweiht. Das Fest findet unter Beteiligung vieler Bürger der Stadt Münster, DJK-Sportler und prominenten Vertretern der politischen Ebenen sowie fast aller Sportvereine Münsters statt.

1925   Im Zuge der Weiterentwicklung als Bildungsstätte kann am 02. August 1925 das „Sportler- und Führerheim“ durch Generalpräses Carl Mosterts eingeweiht werden. Der DJK Kreis Rhein – Weser veranstaltet im Rahmen des großen Weihetages sein 2. Kreisfest. Die Leitung der Einrichtung übernimmt Karl Behre. Die Lehrgangsarbeit findet aus finanziellen Gründen zunächst nur auf Kreisebene statt, wird aber auch durch öffentliche Zuschüsse sowie durch eine DJK Lotterie und eine Umlage aus verbandseigenen Mitteln gefördert.

1927 Nach einem dritten Bauabschnitt wird am 03. Juni das Schwimmstadion (Hauptbecken 50 m lang, Sprungbecken 14 x 14 m und 4,50 m tief, Tribüne für 2000 Besucher) durch den Bischof von Münster Johannes Poggenburg eingeweiht. In den Gremien des DJK Reichsverbandes war die Entscheidung gefallen, die Einrichtung vom DJK Kreis Rhein – Weser als „Reichslehrstätte der DJK“ zu übernehmen. Bei der Feier zur Proklamierung der ersten Reichslehrstätte der DJK wird in den Ansprachen des Bischofs und des Generalpräses Ludwig Wolker das Werk wegen seiner damaligen im gesamten Reich einmaligen Ausstattung gepriesen.

1928 Der vorläufige „Schlussstein“ in der Entwicklung der gesamten Sportanlage einschließlich der Sportschule findet sich am 01. April 1928. Die Stadt Münster übergibt dem Reichslehrstättenverein das Gelände im Erbbaurecht auf 50 Jahre mit Option auf Verlängerung. Es ist eine für damalige Verhältnisse vorbildliche Einrichtung geschaffen worden, die auch für die Stadt Münster von großer Bedeutung ist.

1930 Die Lehrgangsangebote werden auf die Sportarten Fußball, Handball, Leichtathletik, Tennis, Turnen, Schwimmen, und „Wehrsport“ ausgeweitet. Die Angebote richten sich u. a. auch an Erwerbslose (Weltwirtschaftskrise), Theologiestudenten und Vereinspräsides.

1933 Der 58jährige Karl Behre legt die Leitung der mittlerweile durch zunehmende Restriktionen in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Lehrstätte nieder. Bis zum Ende der Schule, in der jetzt zunehmend Wehrsportlehrgänge stattfinden, übernimmt Kaplan Schaepers die Leitung.

1935 Die Auflösung des DJK-Reichsverbandes durch die Nationalsozialisten ist gleichzeitig das endgültige Aus für die DJK Reichslehrstätte.

1945 Das gesamte Gelände der Sportschule wird von den britischen Truppen besetzt.

1950 Die wiedergegründete Deutsche Jugendkraft bemüht sich um die Rückgabe des ehemaligen Schulgeländes.

1952 Am 06.10. wird in Düsseldorf der DJK-Lehrstätten e.V. unter Vorsitz von Prälat Wolker  gegründet. Als Geschäftsführer am Ort leisten Emil Fenger und Erich Klaverkamp hervorragende Arbeit.

1953 Nach langen juristischen Verhandlungen wird am 30. Januar vom Oberverwaltungsgericht in Celle der Rechtsanspruch der Deutschen Jugendkraft auf das Schulgelände in Münster bestätigt. Das Erbbaurecht wird wieder eingesetzt, aber zunächst bleibt das englische Militär noch weiter auf dem Gelände.
Das Schwimmbad auf dem Gelände der DJK-Sportschule kann bereits zeitweise von der münsterschen Bevölkerung mitbenutzt werden.

1954 Bundesbeirat Willy Bokler wird zum 1. Vorsitzenden des Trägervereins gewählt.

1955 Am 25.09. geben die Engländer das Gelände der DJK-Sportschule wieder frei.

1956 Im Juni wird das renovierte Bad wieder eröffnet. Es beginnt die Planungsphase für den Wiederaufbau der Schule. Ordinariatsrat Rolf Meyer-Schwickerath treibt die Sache stark voran.

1961 Am 05. September wird der Grundstein für eine neue Bildungsstätte gelegt. Prälat Bokler hält die Festansprache.

1963 Am 23. Juni wird das neue Gebäude durch den Bischof von Münster Dr. Josef Höffner feierlich eingeweiht. Die ehemalige Reichslehrstätte wird nach dem früheren Bischof von Münster Kardinal von Galen benannt und durch die Deutsche  Bischofskonferenz als überdiözesane Einrichtung gefördert. Sie hat 33 Übernachtungsplätze, einen großen Unterrichtsraum, eine 12 x 27m große Sporthalle, den Sportplatz und für die Verpflegung der Teilnehmer eine Großküche und einen Speisesaal.

1964 Beginn des Lehrbetriebs für den DJK-Sportverband, aber auch für andere Verbände. Zum ersten hauptamtlichen Leiter wird Dipl. Sportlehrer Robert Timmermeister berufen.

1967 Abschluss der Sanierung des Bades mit moderner Wasseraufbereitung und Umwälzung. Damit verfügt das Bad über ein durchgehendes 50 m langes und 2 m tiefes Schwimmerbecken mit 7 Bahnen und angegliederten Springerbereich mit einem 5 m Turm, sowie über ein 25 x 12 m großes Lehrschwimmbecken. Das Bad wird mit einem großen Schwimmfest eingeweiht.

1969 Franz Ballhorn übernimmt den Vorsitz im Trägerverein.

1971 Die Erneuerung der Außensportanlagen umfasst den Neubau der Leichtathletikanlagen und des Rasenplatzes.

1974 Diplomsportlehrer Wolfgang Zalfen übernimmt die Leitung der Sportschule.

1978 Nach dem Auslaufen des Erbbaurechtes erwirbt der Trägerverein das Gelände. Der Landessportbund gewährt dazu ein Darlehn, dessen Rückzahlungsbeiträge etwas höher sind wie der neu festgesetzt Erbpachtzins.

1979 Am 17.11. wird ein Anbau mit Lehrsaal, Freizeitraum und Referentenzimmern zur Verbesserung der Lehrgangsarbeit durch Weihbischof Demming eingeweiht. Die Sportschule verfügt jetzt über 35 Übernachtungsplätze.
Der Rat der Stadt Münster beschießt, das jährlich entstehende Defizit des Bades mit einer Summe von bis zu 40 % des jeweiligen Etats zu unterstützen.

1980 Alfred Zuba übernimmt den Vorsitz des DJK-Sportschule e.V.

1987 Durch einen Anbau wird das Bad mit einer neuen sehr effektiven direktbeheizten Gasheizung modernisiert. 

1989 Am 30. November wird die neue Sporthalle mit einer Größe von 42 x 23,5 x 7m von Weihbischof Ostermann eingeweiht und feierlich ihrer Bestimmung übergeben. 

1992 Durch einen Anbau im Mitteltrakt der DJK-Sportschule kann ein Meditationsraum eingerichtet werden und die Bettenzahl erhöht sich auf 45 Betten. Mit einem Gottesdienst, den Domkapitular Kleyboldt zelebriert, wird der Meditationsraum feierlich eingeweiht.

1995 Nach einer einjährigen Umbauphase mit einer Modernisierung und Vergrößerung der Bildungseinrichtung der DJK stehen jetzt 46 Übernachtungsplätze in 31 Zimmern, die alle mit Nasszellen ausgestattet sind, für eine zeitgemäße Bildungsarbeit zur Verfügung. Weihbischof Ostermann nimmt am 27.08.1995 die Einsegnung der renovierten Bildungseinrichtung vor. Ein großer freundlicher Speisesaal und eine vollständig neu gestaltete moderne Großküche verbessern die Rahmenbedingungen für die Seminararbeit wesentlich.

1996 Horst Arnold (Kempen) übernimmt den Vorsitz von Alfred Zuba.

1998 Vorlage eines Gutachtens, in dem die Sanierung des Bades dringend empfohlen wird

1999 Ankündigung des Verbandes der Diözesen (VDD), die Bezuschussung für die DJK insgesamt auf Dauer erheblich zu kürzen. 

2000 Resolution des Bundesverbandstages in Bad Tölz an den VDD, die Bildungsarbeit des Verbandes nicht durch die Einstellung der Zuschüsse für die DJK Sportschule zu gefährden.

2001 Schrittweise Verlagerung der Bezuschussung vom VDD auf die fünf westdeutschen Diözesen, die im Jahr 2002 und 2003 den Zuschuss, der bisher durch den VDD gezahlt wurde, übernehmen.

2004 Änderung des Namens der DJK Sportschule in DJK Bildungs- und Sportzentrum ‚Kardinal von Galen’.
Johannes Lunau wird als Nachfolger von Horst Arnold zum 1. Vorsitzenden des Trägervereins gewählt.

2005 Um die Kosten zu senken und trotz der zu erwartenden Einstellung der Bezuschussung fortbestehen zu können, wird ein Kooperationsvertrag mit dem Verein für Soziale Dienste (SKM) der mit seinem Jugendausbildungszentrum (JAZ) den gesamten hauswirtschaftlichen Bereich übernimmt, abgeschlossen.

2006 Einstellung der Bezuschussung durch kirchliche Institutionen.
Ablehnung des DJK Bundesverbandes, das DJK Bildungs- und Sportzentrum mit einer größeren Summe als Defizitausgleich zu unterstützen.
Controlling durch das bischöfliche Generalvikariat mit der wünschenswerten Perspektive, die Geschäftsführung des DJK Diözesanverbandes mit der Verwaltung des DJK Bildungs- und Sportzentrums zusammenzulegen.

2007 Einrichtung eines Sportinternates durch den Verein zur Förderung des Leistungssportes.
Junge Volleyballspielerinnen des USC Münster ziehen ein. Der langjährige Leiter der DJK-Sportschule Wolfgang Zalfen geht in den Ruhestand.
Diplomsportökonom Volker Pieck übernimmt die Leitung des DJK Bildungs- und Sportzentrums. Zusätzlich werden die ersten beiden Auszubildenden Kathrin Kimmeskamp und Linda Müller eingestellt. 

2008 Einvernehmliche Beendigung der Kooperation mit dem SKM/JAZ im Bereich der Küche.

2009 Auszug des Sportinternats ins Lettische Zentrum. Erhöhung der Bettenzahl auf 55 Übernachtungsplätze. Fertigstellung des sanierten Sportbades. Durch die Förderung der Stadt Münster wurde das Bad komplett erneuert. Der Charakter des Sportbades mit 50 m- und 25 m-Becken sowie Sprunganlage wurde erhalten.

2011 Die letzten 2 Zivildienstleistenden beenden Ihren Dienst und am 1. August wird der erste Bundesfreiwillige Kai Nierste eingestellt.